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Pressemeldungen

16.07.17: Deutschland 2017: 1 Million Wohnungen fehlen – Mieten steigen ungebremst
Mietwohnungsneubau muss vervierfacht werden Sozialer Wohnungsbau: Daueraufgabe für Bund und Länder

16.07.17: Brandschutz und Wärmedämmung
Risiken für Bewohner ausschließen – Gefährdungspotenzial im modernisierten Wohnungsbestand prüfen

14.07.17: 83-jährige lebt ohne Strom und Gas

08.03.17: Mieterbund schlägt Alarm: Jetzt explodieren auch die Bestandsmieten Neuer Berliner Mietspiegel weist 10 Prozent höhere Mieten aus

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04.05.14

Mieterbund schlägt Alarm: Neue Mieten bis zu 36 Prozent über Bestandsmieten - Mietpreisbremse unverzichtbar

 „Die Schere zwischen Bestands- und Wiedervermietungsmieten geht immer weiter auseinander. Insbesondere in Universitäts- und Großstädten werden beim Neuabschluss eines Mietvertrages Mieten gefordert, die bis zu 36 Prozent über Mieten in bestehenden Mietverhältnissen liegen. Hier muss der Gesetzgeber jetzt schnellstmöglich eingreifen. Wir brauchen die von der Bundesregierung angekündigte Mietpreisbremse jetzt und sofort, sonst werden die Mieten in vielen Städten für Durchschnittsmieter unbezahlbar“, erklärte der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, in Berlin.  

 
Der Deutsche Mieterbund hat Zahlen des Hamburger Instituts F+B gegenübergestellt und ausgewertet. Die Ergebnisse sind alarmierend:  
 
Mieter, die jetzt bzw. 2013 eine neue Wohnung bezogen haben, müssen eine um bis zu 36 Prozent höhere Miete zahlen als Mieter in bestehenden Mietverhältnissen, die zum Beispiel in der Nachbarwohnung leben und die ortsübliche Vergleichsmiete zahlen.  
 
Bei 15 der untersuchten Städte liegt die so genannte Wiedervermietungsmiete im Durchschnitt mehr als 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete, die in bestehenden Mietverhältnissen zu zahlen ist. In 6 Städten beträgt die Differenz 30 Prozent und mehr.  
 
Siebenkotten:   „Wir brauchen mehr Mietwohnungsneubau, insbesondere mehr Sozialwohnungen, um der ständig steigenden Nachfrage nach Wohnungen in Groß- und Universitätsstädten gerecht zu werden. Kurzfristig ist aber die so genannte Mietpreisbremse unverzichtbar, die Wiedervermietungsmieten müssen begrenzt werden. Die Bundesregierung hat eine Regelung angekündigt, nach der künftig Wiedervermietungsmieten höchstens 10 Prozent oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete vereinbart werden dürfen. Dieses Gesetz muss jetzt schnellstmöglich kommen, sonst werden Umzüge und Zuzüge in viele Städte unbezahlbar, sonst treiben die hohen Wiedervermietungsmieten auch die Bestandsmieten für alle Mieter in die Höhe.“  
 
Ort  Bestandsmiete €  Marktmiete €  Differenz €  Differenz in % 
Regensburg  6,33 8,60  2,27  36
Münster  6,33  8,50  2,17  34
Konstanz  7,27  9,70  2,43   33
Heidelberg   7,20  9,50  2,30  32
Mainz   7,02  9,20  2,18  30
Frankfurt/Main  7,82  10,20  2,38   30
Hamburg  7,51  9,60  2,09  28 
Darmstadt   7,08  9,00  1,92  27
Freiburg  7,58  9,50  1,92  25 
Sindelfingen   6,96  8,70  1,74 25 
Dachau   8,07  10,00  1,93  24
Düsseldorf     7,27 8,90  1,63 22
Tübingen   7,95  9,60  1,65  21
München   10,25 12,20  2,05  20 
Berlin   5,90  7,10  1,20 20 
Ludwigsburg   7,51  8,80  1,29  17
Stuttgart  8,20  9,60  1,40  17 
Esslingen  7,39  8,40  1,01  14 
Köln  7,95  9,00  1,05  13 
Wiesbaden  7,70  8,70  1,00  13 
 
Der Mieterverein Oberberg e.V.  berät jedes neu eingetretene Mitglied, in sämtlichen Mietrechtsfragen.